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Überwachungsstaat
verhindern -
Bildungsförderndes Coburg

2014 - Ein Blick zurück auf sechs Jahre Grün regiertes Coburg.
Bildung statt Beton!
Die Anforderungen an die Familie sind gerade in der letzten Zeit enorm gestiegen. Wobei wir von den Grünen da von Familie sprechen, wo Kinder sind.
Unsicherheiten für die Familie stellen sich ein. Wo geht der Weg hin, wo endet er? Familien werden vor neue und vielfältige Aufgaben gestellt. Flexible Arbeitszeiten, Umzüge wegen neuer Arbeitstellen usw. sind keine Seltenheit mehr, sinkende Einkommen und sozialer Abstieg sind ein Thema geworden, Patchwork-Familien an der Tagesordnung, eine andere Rollenverteilung zwischen Frau und Mann muss bewältigt werden. Das soziale Umfeld hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Familien sind oft vor Ort auf sich gestellt, da die Verwandtschaft woanders wohnt. Einsamkeit stellt sich ein. Schwieriger haben es noch die ausländischen Familien und solche mit Migrationshintergrund.
Unter diesen Vorzeichen sind die Kommunen gefordert, Hilfestellungen zu geben. Gerade aber dann, wenn die Kommunen mit dem Slogan werben, eine kinderfreundliche Stadt zu sein. Die Stadt Coburg als eine kinderfreundliche Stadt ist daher in der Pflicht. Aber Worthülsen allein reichen nicht aus. Wir als Kommune können es uns auf lange Sicht nicht mehr leisten, gerade die Schwächsten allein im Regen stehen zu lassen. Früher oder später holen uns die Probleme in der Stadt wieder ein, Mehrausgaben im sozialen Bereich werden die Folge sein.
Wir, die Gesellschaft, brauchen gut ausgebildete und motivierte junge Menschen mit einem ausgeglichenen Sozialverhalten. Junge Menschen, die später ihr Leben selbstständig gestalten können. Auch die Wirtschaft benötigt gut ausgebildete junge Leute für eine immer komplizierter werdende Arbeitswelt.
Die Kommunen können und sollten somit dazu beitragen, dass ein angenehmes und angemessenes Umfeld für die Familien geschaffen wird, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Hier sind zunächst der Bund und das Land gefordert. Gerade aber eine reiche Stadt wie Coburg kann hier doch Einiges mehr für Ihre BürgerInnen leisten als andere, weniger betuchte Städte:
Wir setzten mit unserem „Guthaben" - ca. 80 Millionen Euro - auf Bildung statt auf Beton. Das Geld wurde weder für einen unnötigen neuen Flugplatz, noch für ein total überzogenes NIK ausgegeben. Coburg ist eine bildungsfreundliche Stadt. In unserer Stadt werden junge Menschen, egal welcher Herkunft, ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert.
Bei uns steht jedem Kind ein Krippen- bzw. Hortplatz zur Verfügung, soweit die Erziehenden es wollen.
Der Kindergarten ist nicht mehr nur ein Aufbewahrungsort für Kinder, die noch nicht zur Schule gehen. Wir Grüne wissen: Bereits hier fängt die Bildung der Kinder an. Deshalb gibt es im Grünen Coburg genau die gleichen Voraussetzungen wie an Schulen: gebührenfreie Kindertagesstätten für alle.
Schon im Kindergartenalter findet Sprachförderung für die Kinder statt, die diese benötigen - also z. B. für ausländische Kinder, Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, wie auch ebenso für deutschsprachige Kinder. Ohne die Kenntnis der deutschen Sprache sind ein Dialog zwischen den Kulturen und die Entwicklung einer gemeinsamen Kultur nur sehr schwer möglich.
Da eine entsprechende Bildung und Erziehung leichter stattfinden kann, wo kleinere Gruppen in Kindergärten zusammen spielen, lernen und arbeiten, haben die Grünen in Coburg Einfluss genommen: Bei uns haben alle Kindergärten ausreichend lange Öffnungszeiten.
Für die Jüngsten in der Gesellschaft ist das beste Erziehungspersonal gerade einmal gut genug. Andere Länder setzen hierzu u. a. universitär ausgebildetes Personal ein. In Deutschland sind wir hiervon leider noch weit entfernt. Durch eine gezielte, pädagogisch-psychologische Weiterbildung des Personals konnten wir die Situation im Grünen Coburg erheblich verbessern.
Das Schulsystem in Bayern bedarf einer grundlegenden Veränderung. Die Kommunalpolitik kann hierzu nur über den Städtetag oder über die gewählten Mitglieder des Bundes- oder Landtages einwirken. Wir Grüne halten aus gutem Grund die ganztägige und integrative Gesamtschule für den richtigen Weg. Wir brauchen - wie so oft - das Rad nicht neu zu erfinden. Die skandinavischen Länder sind uns hier bereits um 20 Jahre voraus (wie die Pisa-Studie gezeigt hat). Bis es soweit ist, ist bei uns im Grünen Coburg das Ganztagsschulsystem auf alle Grund- und Hauptschulen, ausgeweitet.
Immer mehr Kinder und Jugendliche fallen durch Verhaltungsstörungen auf und machen einen geordneten und befriedigenden Unterricht für alle Beteiligten nur schwer möglich. Die Lehrkräfte sind mit den Kindern oftmals überfordert, da sie für den Umgang mit diesen Herausforderungen nicht ausgebildet sind. Lehrern steht während des Unterrichts auch nicht die notwendige Zeit zur Verfügung, um auf jedes Kind im Einzelnen einzugehen. Im Grünen Coburg haben die Lehrkräfte ausreichende Unterstützung durch Sozialarbeiter und Psychologen, so dass Schule für Lehrer und Schüler wieder mehr Freude bedeutet und jeder motiviert und ohne flaues Gefühl im Magen in den Schultag starten und ihn bestreiten kann.
Das Grüne Coburg hat erkannt, dass Schulen unterschiedlich sind und jede ihre ganz eigenen, individuellen Bedürfnisse hat. Deshalb hat jede unserer städtischen Schulen bzw. deren Lehrerkollegium ein mindestens fünfstelliges Jahresbudget zur freien Verfügung.
Coburg erhebt den Anspruch eine Schulstadt zu sein. Täglich müssen sich ca. 11.000 SchülerInnen durch die Stadt quälen - oftmals über abenteuerliche Straßenquerungen. Im Grünen Coburg ist der Schulweg durchgängig sicher ausgebaut.
Der Schultransfer mit dem Bus ist ökologisch sinnvoll. Der Individualverkehr wird hierdurch geringer und die SchülerInnen kommen sicher ans Ziel. Bei uns Grünen ist das Bus fahren grundsätzlich für alle Schulkinder kostenlos.
Die Grund- und Hauptschulen sind nun an die heutigen Ansprüche baulich angepasst. Unsere Schulen wurden im Grünen Coburg sukzessive unter ökologischen und lernpsychologischen Aspekten umgebaut.
Die Schulen sind zumindest lehrplanadäquat ausgestattet. D. h., dass die Forderungen, die an Lern- und Arbeitsmittel gestellt sind, erfüllt wurden. So sind im Grünen Klassenzimmer z.B. Englisch-Wörterbücher in angemessener Anzahl vorhanden, wenn der Lehrplan den Umgang mit dem Wörterbuch als Lerninhalt vorsieht.
Kinder wollen und sollen in ihrer Umgebung und ihrem sozialen Umfeld auch die Möglichkeit haben, Kindergärten und Grund- und Hauptschulen besuchen zu können. Das gibt Geborgenheit und fördert das Gemeinschaftsgefühl in den Stadtteilen. Im Grünen Coburg gibt es in den einzelnen Stadtteilen daher weiterhin die wohnortnahen Kindergärten und Schulen. Auch die Grundschule Lutherschule in der Coburger Innenstadt wird wieder zweizügig betrieben.
Kultur und Kunst sind gesellschaftlicher Impuls und Lebenselixier. Unser Grünes Coburg besitzt ein „vollständiges" Theaterensemble mit Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Die Reithalle hat einen häufiger wechselnden und umfangreicheren Spielplan. Es gibt Projekte, wo das Theater auch zu den Coburgern kommt, z. B. bei „Wohnzimmer-Lesungen" oder beim „Schul-Theater".
Gerade junge Menschen brauchen öffentliche Orte der Kreativität und des Austausches. Bei uns im Grünen Coburg haben wir deshalb auf dem BGS-Gelände zusätzlich einen großen Veranstaltungsraum geschaffen, der viel Spielraum für Kunst und Kultur schafft. Weiterhin wird die Musikschule von der Stadt Coburg stark gefördert, um ein möglichst breites Musikangebot einem möglichst großen Teil der Bevölkerung anbieten zu können. Ganz besonders ist die Musikschule in den Ganztagsschulen eingebunden. Die Schulen sind ein Ort, wo Kunst und Kultur einen hohen Stellenwert haben.
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Möchten Sie weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an unseren Fraktionsvorsitzenden Wolf-Rüdiger Benzel.
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